Zusatzarbeiten an der Arrow

Die lange Liegezeit der Arrow in der Werft habe ich genutzt, einige Zusatzarbeiten in Auftrag zu geben, die die Sicherheit der Maschine weiter erhöhen werden und die wegen des Alters des Flugzeugs sinnvoll erscheinen.

So habe ich seit 2012 das portable Kollisionswarngerät PowerFlarm im Einsatz, dessen Warnungen erst sehr spät kamen, weil der Empfang im Cockpit zu schwach war. Dieses Gerät wird jetzt fest eingebaut und der Empfang mit drei Außenantennen wesentlich verbessert. Ein Zusatzmodul ermöglicht es nun, die Verkehrsdaten über WLAN an das iPad zu übertragen und dort in der Luftfahrtkarte anzuzeigen.

Am Fußboden der Arrow wird eine kleine, zigarettenschachtelgroße Box eingebaut, ein sogenanntes Attitude-Heading-Reference-System (AHRS). Das ist ein kleines, computergestütztes Messsystem mit elektronischen Kreiseln, Beschleunigungsmessern und Magnetfelddetektoren, das die Fluglagedaten – unabhängig von den Bordsystemen – misst und ebenfalls über WLAN an iPad und iPhone überträgt. Mit diesen Daten läuft die Software Xavion, die automatisch optimale Flugwege für den Fall eines Motorausfalls berechnet und anzeigt. Über dieses App hatte ich im Frühjahr einen Artikel für Zeitschrift „Pilot und Flugzeug“ geschrieben.

Die Anzeige der Höhenrudertrimmung wird ebenso überholt, wie die Fahrwerksautomatik.

Zum Schluß sollen noch die Flügelenden neu lackiert werden. Diese Bauteile sind anders als die Tragflächen nicht aus Aluminium sondern aus Kunststoff. Der Lack hat tiefe Altersrisse und muß erneuert werden.

Kurz vor Fertigstellung kriegt die Arrow dann noch das volle Programm der gesetzlich vorgeschriebenen Jahresnachprüfung inklusive der 100-Sunden-Kontrolle, der IFR-Avionik-Nachprüfung und eine Sonderkontrolle der Höhensteuerung.