Der Tag danach

Am Tag nach dem Unfall lichtete sich der Schleier und die Ursache des Unfalls wurde klarer. Weil am Abend an der Unfallstelle ein Teil eines Propellerblatts nicht auffindbar war, wurde das Flugplatzgelände am nächsten Morgen abgesucht. Und was lag da etwa bei Bahnmitte friedlich im Gras? Ein abgerissenes Propellerblatt der Arrow. Das Blatt wies – ausser der Bruchstelle – keinerlei Beschädigungen auf. Die Blattspitze hatte also keine Bodenberührung gehabt (Die „übliche“ Ursache für Propellerversagen). Auch die Vorderkante des Blatts war unversehrt. Ein Vogelschlag oder eine Kollision mit einem anderen Gegenstand hat es also auch nicht gegeben.

 

Foto: Das Corpus Delicti

 

Bis heute ist die Ursache für den Bruch des Propellers unbekannt. Es kann sich um ein Materialproblem handeln, oder um einen versteckten, internen Schaden aus der Vergangenheit des 20 Jahre alten Bauteils, der trotz gründlicher Vorflugkontrollen und regelmäßiger Wartung nie aufgefallen ist.

Nachdem das Propellerblatt beim Gasgeben weggeflogen ist, traten durch die Unwucht die extremen Vibrationen auf, die dem Motor zerstört hätten, wenn der Pilot nicht sofort richtig gehandelt hätte. Ich bin stolz auf so einen Flieger, der in einer sehr kritischen Situation die beste Entscheidung getroffen hat. Trotz sofortigem Abstellen des Motors – noch während dem Ausrollen -war die Unwucht des Propellers beim Auslauf noch so groß, dass eine Strebe im Bugfahrwerk dadurch gebrochen ist.